
Schon im Jahr 1947 existierte in Volkersgau ein SPD-Ortsverein, dessen Vorsitzender Ittner sehr aktiv in das kommunalpolitische Geschehen eingriff. Über 100 Jahre vergingen seit der Gründung der Sozialdemokratischen Partei Deutschland bis sie auch bei uns „offiziell zur Wahl stand“:
1971 schlossen sich in Kammerstein Gleichgesinnte zusammen und gründeten den SPD–Ortsverein; zum Vereinsvorstand wählte man meinen Bruder Alfred.
Die neue politische Gruppierung stellte sich 1972 mit einer eigenen SPD-Liste zur Wahl. Es ging nicht darum, gewachsene ländliche Strukturen aufzubrechen, sondern Impulse zugeben, um die Infrastruktur der sich sehr schnell wandelnden Gesellschaft anzupassen. Deutlich waren z.B. schon in den 60er Jahren die Veränderungen in der Landwirtschaft zu erkennen. Das Ziel, Wohn- und Arbeitsplätze zu schaffen, die letztlich ein höheres Steueraufkommen bringen sollten, war sicherlich nicht einfach, aber auch nicht aufschiebbar. Zwei Sitze für die SPD im Gemeindeparlament: Günther Gsänger aus Kammerstein und ich setzten bis 1978 deutliche Akzente, um eine Neuorientierung einzuleiten.